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Abdichtung

Immer häufiger werden Garagen, Nebengebäude und ganze Häuser mit Flachdächern gedeckt. Diese passen nicht nur zu einem modernen Erscheinungsbild, sondern haben auch den Vorteil, dass sie begrünt, begangen und als Dachterrasse genutzt werden können. Besonders beim Flachdach spielt die Abdichtung eine große Rolle, da bereits bei kleinen Rissen schwere Schäden an der Bausubstanz entstehen können. Auch auf eine fachgerechte Entwässerung Ihres Flachdachs muss geachtet werden. Des Weiteren erhalten Sie hier zahlreiche Informationen über den Aufbau eines Flachdachs und das Material für dessen Abdichtung.

Wie kann der Aufbau eines Flachdachs sein?

Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten, ein Flachdach auszuführen. Der Aufbau ist von der Reihenfolge der Schichten abhängig. In Bezug auf die Temperatur wird das Kaltdach und Warmdach voneinander unterschieden. Das Umkehrdach stellt eine Sonderform des Warmdachs dar.
 
Hier finden Sie die wichtigsten Eigenschaften dieser Dachaufbauten:
Mit einem Flachdach können Sie Ihrem Haus einen modernen Stil verleihen.

Kaltdach

  • Abdichtung erfolgt unter der Dämmschicht
  • Belüftungsebene
  • Meist Hartdämmung
  • Mittlere Widerstandsfähigkeit
  • Leichte Wartung und Reparatur
  • Begrünung ist nicht empfehlenswert
  • Terrassenkonstruktion ist möglich

Warmdach

  • Abdichtung erfolgt auf der Dämmschicht
  • Weichdämmung
  • Mittlere Widerstandsfähigkeit
  • Leichte Wartung und Reparatur
  • Begrünung nur mit Dränplatte möglich
  • Terrassenkonstruktion ist möglich

Umkehrdach

  • Abdichtung erfolgt auf der Dämmschicht
  • XPS-Dämmplatten mit Stufenfalz
  • Hohe Widerstandsfähigkeit
  • Schwierige Wartung und Reparatur
  • Extensive und intensive Begrünung mit Wurzelvlies
  • Sehr gut für Terrassenkonstruktion geeignet

Warum ist eine fachmännische Abdichtung des Flachdachs wichtig?

Eine fachgerechte Abdichtung des Flachdachs verhindert Schimmel und Fäulnis.
 
 
Beim Steildach sorgen Dachziegel dafür, dass kein Wasser ins Gebäude eindringen kann. Hingegen muss beim Flachdach für diesen Zweck eine spezielle Abdichtung angebracht werden. Diese Abdichtung muss starken Temperatur- und Wettereinflüssen standhalten. Zudem fließt auf einem Flachdach das Wasser nicht einfach ab, sondern bleibt auf der geraden Fläche bestehen. Wenn die Abdichtung nicht präzise vorgenommen wurde oder beschädigt ist, kann das stehende Wasser mit der Zeit nicht nur dem Dach, sondern dem gesamten Haus schaden.
 
 
Eine mangelhafte Flachdachisolierung kann zu erheblichen Schäden an der Bausubstanz führen. Durch eintretende Feuchtigkeit kann sich schnell Schimmel oder Fäulnis am Gebäude bilden. Im schlimmsten Fall wird dadurch eine umfangreiche und kostenintensive Flachdachsanierung erforderlich. Um Staunässe zu verhindern und eine schnelle Trocknung des Flachdachs zu gewährleisten, sollten Blätter und Schmutz stets vom Dach entfernt werden. Auf diese Weise wird eine langlebige Abdichtung sichergestellt. Durch regelmäßige Wartungsarbeiten kann ein Fachmann rechtzeitig Schäden erkennen und beheben.

Welche Materialen stehen mir bei einer Flachdachabdichtung zur Auswahl?

 
Um Ihr Flachdach vor Wind und Wetter zu schützen, muss es mit einer Abdichtung versehen werden. Hierbei stehen Ihnen unterschiedliche Abdichtungsmaterialien zur Auswahl. Abhängig vom Verwendungszweck und Dachaufbau werden Bitumen-, Kunststoff- und EPDM-Dichtungsbahnen (Ethylen-Propylen-Dien; M-Gruppe) eingesetzt. Alle drei Materialien sind wasserundurchlässig und besitzen verschiedene Eigenschaften.
 
 
Bitumen und Kunststoffe werden auch in flüssiger Form zur Flachdachabdichtung verwendet. Bitumen-Schweißbahnen sind das beliebteste Material für die Dachabdichtung. In der Regel werden sie heiß verklebt, doch können auch kalt verlegt werden. Aber auch Kunststoffbahnen in Form von PVC kommen häufig zum Einsatz. Sie sind UV-beständig und äußerst resistent gegen Kälte und Hitze. Wenn auf Ihrem Flachdach lediglich ein geringes Gewicht für die Abdichtung einberechnet wurde, eignen sich besonders EPDM-Dichtungsbahnen aus Kautschuk.
 
 
Neben der Auswahl des richtigen Materials sind bei einer wirksamen Flachdachisolierung auch die Verarbeitung und Wartung wichtige Faktoren. Da Flachdächer 100% wasserdicht sein müssen, sollte die Abdichtung unbedingt von einem Profi ausgeführt werden.

 

Für die Abdichtung Ihres Flachdachs stehen Ihnen Bitumen-, Kunststoff- und EPDM-Bahnen zur Verfügung.

Was sind die Vorteile von Bitumen bei einer Abdichtung?

 
 
Bitumen wird häufig für die Abdichtung von Flachdächern verwendet, da es nicht nur wasserdicht, sondern auch leicht zu verarbeiten ist. Dieses Material wird in Form von Bahnen angeboten, welche durch Hitze miteinander verklebt werden. Die Oberschicht einer Bitumenbahn ist häufig mit einer Gesteinskörnung versehen. Für einen noch besseren Schutz werden mehrere Bahnen übereinander gelegt und mit offener Flamme verschweißt. Dadurch werden die Nähte ideal abgedichtet, sodass kein Wasser ins Gebäude eindringen kann. Um Schweißnähte von vornherein zu verhindern, gibt es Bitumen auch in flüssigem Zustand.
Bitumenbahnen werden bei offener Flamme miteinander verschweißt.
Beim Flachdach müssen insbesondere die Dachrandabschlüsse präzise abgedichtet werden.
 
 
 
Bei Bitumenbahnen handelt es sich um eine langlebige und preisgünstige Dachabdichtung. Ein großer Vorteil ist, dass Beschädigungen einfach mit neuen Bahnen geflickt werden können. Allerdings müssen Bitumenabdichtungen auf Flachdächern nach ca. 10 Jahren erneuert werden. Jedoch schmilzt Bitumen bei hohen Temperaturen. Moderne Bitumenbahnen werden deshalb mit Kunststoffen angereichert, wodurch sie weniger witterungsanfällig sind. Diese Bahnen werden aber nur für die obere Deckschicht benutzt.

 

 

Soll ich mich für eine Flachdachabdichtung aus Kunststoffbahnen entscheiden?

Eine Flachdachabdichtung mit Kunststoff ist eine lohnenswerte Alternative zu den Bitumenbahnen, da sie lediglich einlagig verlegt werden müssen. Dadurch sparen Sie Zeit beim Verlegen. Zudem muss Ihr Flachdach durch die Verlegung von Kunststoffbahnen weniger Gewicht tragen. Dieses Abdichtungsmaterial kann für Sie eine interessante Alternative zu den Bitumen-Dichtungsbahnen sein, wenn Ihr Dach für ein geringes Gewicht konzipiert wurde.
 
Auch wenn Sie eine Sanierung Ihrer Flachdachabdichtung anstreben, sind Dichtungsbahnen aus Kunststoff ein geeignetes Mittel. Denn diese können ideal auf alten und beschädigten Bitumenabdichtungen verlegt werden. Damit ersparen Sie sich die Mühe, den alten Bitumen von Ihrem Dach zu entfernen. Zudem ist die Verlegung ohne eine offene Flamme möglich. Es werden lediglich die Nähte mittels eines Heißluftföns miteinander verschmolzen. Außerdem hat eine Abdichtung Ihres Flachdachs mit Kunststoffbahnen den Vorteil, dass sie äußerst UV- und temperaturbeständig ist.
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Welche Wirkung hat eine Flachdachbegrünung auf meiner Abdichtung?

Ein Flachdach eignet sich gut für eine Dachbegrünung - diese sieht nicht nur schön aus, sondern wirkt sich auch positiv auf die Abdichtung Ihres Dachs aus. Mithilfe einer Dachbegrünung können Sie nicht nur der Natur ihre Fläche zurückgeben, sondern auch sich selbst etwas Gutes tun. Ein begrüntes Flachdach ist nicht nur ein Blickfang, sondern auch ein wirksamer Schutz und Klimaregulator. Durch eine Flachdachbegrünung kann die Dichtheit Ihres Flachdachs verbessert werden: Bei fachgerechter Bauweise schützt ein Gründach die Abdichtung vor UV-Strahlung, Hagelschlag, Hitze und Kälte. Da die Dichtungsebene in einem gleichmäßig temperierten Bereich liegt, hat die Abdichtung eine deutlich längere Lebenszeit als bei einem herkömmlichen Dach.

 

Eine Flachdachbegrünung kann sich positiv auf die Abdichtung auswirken.
 
Nicht zuletzt kann ein begrüntes Flachdach Temperaturschwankungen im Tages- und Jahresverlauf abfedern. Im Winter geht weniger Wärme über das Dach verloren, im Sommer schirmt die Dachbegrünung Hitze ab. Nicht zu vergessen: Gründächer haben einen großen Nutzen für die Umwelt. Abhängig von Bauart und Substratmaterial können sie bis zu 90% der Niederschläge zurückhalten und speichern, was das Kanalsystem bei Starkregen deutlich entlastet.
Ein Gründach schützt Ihre Flachdachabdichtung vor Witterungseinflüssen.
 
 
 
Doch welche Flachdachabdichtung ist auch für ein Gründach geeignet? Hierfür bieten sich Kunststoff-Dichtungsbahnen, insbesondere EPDM, an. Dieses Material ist gegen Durchwurzelungen geschützt, wodurch eine zusätzliche Wurzelschutzfolie nicht benötigt wird.
Vor allem EPDM-Dichtungsbahnen bieten einen idealen Schutz vor Durchwurzelung
  

Vorteile einer Dachbegrünung:

  • Verlängert die Lebensdauer der Flachdachabdichtung
  • Einsparung von Energiekosten
  • Optimaler Wasserrückhalt
  • Erhöhter Schallschutz
  • Kleinklimaverbesserung durch Filterung von Schadstoffen

Was ist der Unterschied zwischen einer extensiven und intensiven Dachbegrünung?

Für die Dachbegrünung eignen sich insbesondere Flachdächer. Doch auch Steildächer mit einer entsprechenden Konstruktion, die dafür sorgt, dass das Erdsubstrat nicht abrutscht, können begrünt werden. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Arten - der extensiven und intensiven Dachbegrünung.

 

Bei der Dachbegrünung wird zwischen der extensiven und intensiven Methoden unterschieden.

Extensive Begrünung

  • Gräser, Kräuter, Moose und Sukkulenten
  • Rasche Bildung eines geschlossenen Pflanzenteppichs
  • Geringer Substrataufbau (6 bis 20 cm)
  • Leichte bis mittlere Tragfähigkeit des Dachs notwendig
  • Sehr geringer Bewässerungs- und Pflegebedarf
  • Günstig in der Umsetzung

Intensive Begrünung

  • Gräser, Sträucher, Bäume
  • Eignet sich für begehbare Dachgärten
  • Freie Gestaltungsmöglichkeiten mit Wegen und Sitzmöglichkeiten
  • Hoher Substrataufbau, aufgrund hoher Durchwurzelung
  • Wenn nötig betonierte Erdbecken für Baumwurzeln
  • Große Tragfähigkeit des Daches ist notwendig
  • Zeitaufwendig und pflegeintensiv
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