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Innenwände

Für den Bau von Innenwänden stehen Ihnen eine Vielzahl an Materialien und Bauweisen zur Auswahl. Zudem übernehmen Innenwände unterschiedliche Aufgaben wie Wärmedämmung und Schallschutz. Damit Sie das passende Material für Ihren Innenausbau finden, können Sie sich hier nicht nur über die verschiedenen Eigenschaften der einzelnen Baustoffe informieren, sondern auch über die Bauweisen und Aufgaben von Innenwänden.

Was sind die wesentlichen Aufgaben von Innenwänden?

In die Innenwände Ihres Hauses werden Gas-, Wasser-, Heizungs- und Elektroinstallationen integriert.

Innenwände und Decken unterteilen Ihr Haus in die einzelnen Etagen, Wohn- und Nutzräume. Sie bilden mit den Außenwänden die Raumbegrenzung und damit die Form der einzelnen Zimmer. Darüber hinaus dienen die Innenwände eines Hauses als Brandschutzabtrennung zu den nebenliegenden Räumlichkeiten oder Wohnungen. Auch der Schallschutz von Raum zu Raum wird maßgeblich durch die Innenwände gedämmt. Zudem müssen in die Innenwände und Decken Ihres Hauses die Gas-, Wasser-, Heizungs- und Elektroinstallationen integriert werden. Außerdem haben Innenwände die Aufgabe, schwere Sanitäreinrichtungen und einzelne Möbelstücke wie Regale und Küchenschränke zu tragen.

 

Überblick:

  • Grundriss der Räume bestimmen
  • Brand- und Schallschutz
  • Wärmedämmung
  • Integration von Gas-, Wasser-, Heizungs- und Elektroinstallationen
  • Tragen von Wandmontagen

Wodurch zeichnen sich tragende und nichttragende Wände aus?

 

 

Die tragenden Wände eines Hauses werden gemauert, betoniert oder aus Fertigteilen hergestellt. Grundsätzlich dienen tragende Innenwände den Decken als Auflage und somit als Abtrag von Lasten. Sie stehen meist übereinander auf einem Fundament, wobei das Gewicht der Decken und obenliegenden Stockwerke statisch eingeplant werden muss. Die gemauerten Innenwände sollten aus demselben Material wie die Außenwände bestehen. Die Mindestdicke von tragenden Innenwänden aus Mauerwerk beträgt 11,5 cm.

 

Hingegen sind nichttragende Wände nicht dafür vorgesehen große Lasten des Bauwerks zu tragen und haben somit keine statischen Aufgaben. Im Gegensatz zu den tragenden Wänden zeichnen sie sich dadurch aus, dass sie nur zur Raumbildung dienen. Somit übertragen nichttragende Innenwände lediglich ihr Eigengewicht auf den Unterbau.

Die tragenden Wände sind für die Statik Ihres Hauses wichtig.

Welche Arten des Innenausbaus gibt es?

Massivbauweise: Massive Innenausbauten aus Ziegel oder Beton sind widerstandsfähig und belastbar.

 

 

 

Sobald die Arbeiten am Rohbau fertiggestellt wurden, kann der Innenausbau des Hauses erfolgen. Zu den klassischen Massivbaustoffen im Innenraum zählen Ziegel, Beton und Porenbeton. Porenbeton besteht überwiegend aus Zement, Wasser, Kalk, Sand und Aluminium als Treibmittel. Massivwände werden aus diesen Materialien gemauert. Die Oberfläche wird anschließend mit einer Putzschicht geebnet, die dann gestrichen oder tapeziert werden kann.

 

 

 

Als Alternative zur Massivwand wurden leichtere Trennwände entwickelt. Zur heute oft verwendeten Leichtbauweise zählen Gipsfaserplatte, Gipskarton sowie moderne All-in-one-Systemwände. Die Leichtbauweise umfasst u.a. Holz- und Metallständerwände die mit Gipskarton- oder Gipsfaserplatten beplankt werden. Trockenbauwände werden aufgestellt und an der Decke befestigt. Für einen wirksamen Schallschutz sollten die Hohlräume mit Dämmstoffen wie Mineralwolle oder Holzfasern gefüllt werden.

Leichtbauweise: Gipskarton ist eine der beliebtesten Innenausbauvarianten. Die Bauweise ist praktisch und effizient.

Was sind die Vor- und Nachteile der einzelnen Massivbaustoffe und Leichtbauweisen?

 

Massivbaustoffe

 

Ziegel

+ Gut mit den Rohbauarbeiten kombinierbar
+ Leicht in Eigenleistung herstellbar
+ Guter Schallschutz aufgrund der hohen Masse
 
– Hoher Arbeitsaufwand
– Lange Bauzeit

Beton

+ Gut mit den Rohbauarbeiten kombinierbar
+ Guter Schallschutz aufgrund der hohen Masse
+ Gut geeignet für schwere Wandmontagen
 
– Geringe Veränderbarkeit der Raumaufteilung

Porenbeton

+ Geringes Gewicht aufgrund der Luftporen
+ Leichter Verbau aufgrund der kleinen Blockgröße
+ Gute Wärmedämmeigenschaft
 
– Geringe Tragfähigkeit
– Schlechter Schallschutz
 

Leichtbauweise

 

Systemwand/Fertigwandsystem

+ Einfache Befestigung an Boden, Wand und Decke
+ Kurze Montagezeit
+ Gut geeignet für sich ändernde Raumaufteilung
+ Jederzeit staub- und zerstörungsfrei versetzbar
+ Viele Designs, keine weitere Oberflächenbehandlung nötig
 
– Höhere Investitionskosten

Gipskarton

+ Sehr schnelle und einfache Bauweise
+ Geringes Gewicht, leicht transportierbare Elemente
+ Einfaches Spachteln der Oberfläche, kein zusätzliches Verputzen nötig
+ Flexible Leitungsführung (Heizung, Wasser, Strom)
+ Sehr flexibel bei Änderungen des Grundrisses
 
– Schlechter Schallschutz
– Schwere Wandmontagen müssen in der Planung berücksichtigt werden
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Wie baue ich eine Gipskartonwand auf?

Manchmal passt der aktuelle Grundriss des Eigenheims nicht mehr zu den Bedürfnissen der Bewohner.
Die einfachste Art, den Grundriss nachträglich zu verändern und einen weiteren Raum zu schaffen, ist eine Leichtbauwand aus Gipskarton.
Die Errichtung einer solchen Innenwand ist kostengünstig, geht schnell und verursacht wenig Staub oder Bauschutt.
Hier finden Sie die wichtigsten Schritte für den Bau einer Gipskartonwand:

 

Gipskartonplatten müssen auf die richtige Größe zugeschnitten werden.
  1. Fußbodenbelag im Bereich der neu zu errichtenden Innenwand entfernen.
  2. Ständerwerk aus Metallprofilen herstellen. Der Abstand der Ständer ergibt sich aus der Breite der Gipskartonplatten.
  3. Ständerwerk direkt an Estrich, Wand und Decke befestigen. Um Schallbrücken zu vermeiden, sollte zwischen Boden und Metallprofil eine dämmende Korkschicht eingelegt werden.
  4. Gipskartonplatten auf die richtige Größe zuschneiden. Dazu die Platte mit einem Tapeziermesser an einer Seite einritzen und dann über eine Kante brechen.
  5. Ständerwand einseitig mit den Gipskartonplatten beplanken. Eine zweilagige Konstruktion erhöht die Stabilität der Innenwand.
  6. Hohlraum der Trockenbauwand mit Dämmstoffen wie Mineralwolle auskleiden. Ebenfalls müssen Gas-, Wasser-, Heizungs- und Elektroinstallationen verlegt werden.
  7. Ständerwand an der zweiten Seite beplanken.
  8. Eckschutzprofile eingipsen, Fugen verspachteln, Unebenheiten verschleifen.
  9. Gipskartonwand bemalen oder tapezieren.

 

Worauf muss ich bei einer Gipskartonwand achten?

 

 
 
 
 
Bevor Sie sich für eine Innenwand aus Gipskarton entscheiden, gibt es einiges zu beachten. Falls Sie beispielsweise höhere Lasten, wie etwa Hängeschränke, Hängeregale oder schwere Bilder, an die Gipskartonwand montieren möchten, müssen Sie dafür spezielle Dübel verwenden. Dazu zählen Kippdübel, Federklappbügel, Schnellmontagedübel und Metall-Hohlraumdübel. Besonders schwere Lasten sollten bereits in der Errichtung der Ständerwand berücksichtigt werden.
Gipskartonwände benötigen spezielle Dübel.

Welche Innendämmverfahren von Außenwänden gibt es?

 

Verbundplatten

Verbundplatten bestehen aus Gipsplatten, die häufig eine Dämmung aus Polystyrol oder Mineralwolle besitzen. Je nach bauphysikalischen Anforderungen wird zwischen der Dämmschicht und Gipsplatte eine Dampfbremse eingefügt. Mithilfe eines Ansetzbinders werden die Verbundplatten auf dem jeweiligen Boden befestigt. Durch dieses Innendämmverfahren wird Ihnen ein raumsparender Aufbau einer Trennwand ermöglicht.

Vorsatzschalen

Vorsatzschalen bestehen meist aus einer Gipsplatte, Unterkonstruktion, Dämmschicht und Dampfbremse. Die Dampfbremse wird hinter der raumseitigen Beplankung angebracht. Die Unterkonstruktion wird aus leichten Metallprofilen gefertigt und frei stehend vor der Außenwand montiert. Vor allem bei unebenen Wänden ermöglicht dieses Dämmverfahren einen sauberen Aufbau. Bei Bedarf kann durch die Vorsatzschalen auch eine größere Dämmdicke angebracht werden.

Mineraldämmplatten

Neben der Innendämmung mit Verbundplatten und Vorsatzschalen gibt es auch ein Verfahren mit Mineraldämmplatten. Der Einbau ist ohne eine zusätzliche Dampfsperre möglich. Mithilfe von Mineraldämmplatten werden häufig Altbauten nachträglich saniert. Durch ihre Formstabilität kann ein homogener und massiver Aufbau der Dämmschicht erzielt werden. Dadurch entsteht eine besonders gute Wärmedämmleistung.

Was sind die Vorteile einer Innendämmung meiner Wände?

Wenn Sie mit der Modernisierung Ihres Eigenheims beschäftigt sind, ist es ratsam, auch über eine Innendämmung nachzudenken. Diese ist sinnvoll, wenn keine vernünftige Außendämmung der Fassade stattgefunden hat. Oder bei Fassaden, die denkmalgeschützt oder architektonisch erhaltenswert sind und deshalb keine Außendämmung möglich ist. Die Innendämmung der Außenwände ist ebenso wie das WDVS dazu in der Lage, Wärmeverluste über die Außenwände zu mindern. Auch die Dämmung einzelner Räume ist mithilfe einer Innendämmung möglich, wodurch Sie Ihre Heizkosten nachhaltig senken können. Zudem besitzt eine wirksame Innendämmung den Vorteil, dass sich Ihre Räumlichkeiten schneller aufheizen und die Wärme länger in den Zimmern verbleibt.

 

Eine Innendämmung ermöglicht es Ihnen einzelne Zimmer wirksam zu dämmen und eine Verbesserung des Raumklimas herbeizuführen.

Vorteile einer Innendämmung:

  • Geringere Kosten gegenüber einer Fassadendämmung
  • Wertvolle Fassade bleibt erhalten
  • Dämmung einzelner Räume ist möglich
  • Energie kann eingespart werden
  • Räume heizen schneller auf
  • Zusätzlicher Wärme-, Brand- und Schallschutz
  • Keine Probleme mit Grundstücksgrenzen
  • Unabhängig von der Witterung ausführbar
  • Schimmelprävention
  • Verbesserung des Raumklimas

Wie kann ein optimaler Schallschutz meiner Innenwand erzielt werden?

In einigen Häusern sind die Trennwände zum Nebenraum so dünn, dass jedes Geräusch einfach ins nächste Zimmer übertragen wird. Grund dafür ist eine schlechte Schalldämmung der Innenwand. Wenn Sie sich durch den Lärm aus Nebenzimmern oder Nachbarswohnungen gestört fühlen, sollten Sie den Schallschutz Ihrer Innenwände optimieren. Besonders wichtig ist hierbei, dass das Bauteil die anderen Wände, Decken oder Böden nicht direkt berührt. Auf diese Weise wird das Bauteil entkoppelt, wodurch der Schall nicht mehr auf die anderen Räume übertragen wird.
 
Zudem ist es wichtig, dass Sie zwischen die Holz- oder Metallprofile Ihrer Innenwand eine Dämmung anbringen. Dabei sollte der Dämmstoff eine möglichst hohe Rohdichte aufweisen, wofür sich beispielsweise Holzfasern oder Mineralwolle anbieten. Styropor sorgt hingegen kaum für einen geeigneten Schallschutz Ihrer Innenwände. Des Weiteren sollten im Idealfall zwei Lagen Holzplatten bzw. Gipskartonplatten angebracht werden. Lassen Sie sich für einen optimalen Schallschutz von einem Fachmann beraten.
Einen Schallschutz Ihrer Wände können Sie durch Mineralwolle erreichen.
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