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Estrich

Estrich wird überwiegend als Unterboden für den Hausbau verwendet. Die Wahl des Estrichs richtet sich dabei nach der Nutzung der Räumlichkeiten. Jeder Estrich besitzt andere Funktionen und Eigenschaften, die bei der Planung Ihres Hauses beachtet werden sollten. Zudem sind nicht alle Estricharten mit einer Trittschall- oder Wärmedämmung vereinbar. Bei uns finden Sie viele Informationen rund ums Thema Estrich.

Was ist ein Estrich und wozu wird er verwendet?

Beim Estrich handelt es sich um ein Bauteil, das auf einem tragenden Untergrund oder einer zwischenliegenden Trenn- oder Dämmschicht verlegt wird. Der Estrich ist der Aufbau des Fußbodens, der unmittelbar als fugenloser Boden nutzungsfähig ist oder mit einem beliebigen Bodenbelag ausgestattet werden kann. Er wird aus zähflüssigem Estrichmörtel hergestellt, der aus verschiedenen Bindemitteln und Zuschlägen bestehen kann. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit Trockenestriche aus festen Platten zu verlegen.

 

Estrichbauteile müssen unterschiedliche Aufgaben und Funktionen erfüllen, die im Folgenden aufgezählt werden:

  • Gleicht Höhenunterschiede und Unebenheiten aus
  • Bildung einer glatten Oberfläche
  • Dient als Untergrund für Bodenbeläge
  • Direkte Nutzung als Sicht- oder Designestrich
  • Gleichmäßige Verteilung von Lasten
  • Brandschutzschicht
  • Wärmeverteilschicht bei Fußbodenheizungen
  • Schutzschicht über einer Feuchtigkeitssperre
Fließestrich schützt den Bodenbelag vor Nässe und eignet sich ideal für eine Fußbodenheizung.

Bild: © thinkstock

Welche Arten von Estrichen stehen mir zur Verfügung?

Die Estricharten werden nach ihren Bindemitteln unterschieden. Zu den wesentlichen Bindemitteln zählen Beton, Gips, Bitumen, Magnesia und Kunstharz. Neben diesen Materialien kommen noch Wasser, Zusatzstoffe und Zuschläge hinzu. Hier haben wir Ihnen die 5 Estricharten mit den jeweils wichtigsten Vor- und Nachteilen zusammengestellt.

 

Zementestrich

Der Zementestrich wird am häufigsten für den privaten Hausbau verwendet. Hierbei handelt es sich um einen Beton, der in unterschiedlichen Körnungen verfügbar ist. Wenn dem Zementestrich Zusätze wie Kunstharz oder Fließmittel zugefügt werden, kann er einfacher verarbeitet werden. Während der Verlegung und Erstarrungsphase muss konstant eine Mindesttemperatur von 5 °C sichergestellt sein. Wenn diese unterschritten wird, kann es zu Festigkeitsverlusten kommen. Die Begehbarkeit des Zementestrichs ist von der Dicke, Art und Umgebung abhängig. Meist kann erst nach 28 Tagen eine Feuchtemessung stattfinden. Nach dieser Trocknungszeit kann der Estrich mit einem Bodenbelag ausgestattet werden. Zudem darf die Fläche nicht größer als 36 m² sein, da sich ansonsten Risse bilden können. Ein deutlicher Vorteil des Zementestrichs ist seine Beständigkeit gegenüber Wasser, nachdem er vollständig ausgehärtet ist.

 

Calciumsulfatestrich (Anhydritestrich)

Eine weite Verbreitung besitzt neben Zementestrich auch Calciumsulfatestrich, auch Anhydritestrich genannt. Das Bindemittel ist Calciumsulfathalbhydrat, also gebrannter Gips. Daher besteht dieser Estrich hauptsächlich aus Gips, Wasser und weiteren Zusatzstoffen. Ein deutlicher Unterschied zum Zementestrich besteht darin, dass er deutlich schneller begehbar ist. Zudem zeichnen sich Calciumsulfatestriche durch ihre Formbeständigkeit und Rissfreiheit aus. Des Weiteren ist diese Estrichart leicht zu verarbeiten und besitzt eine geringere Dicke. Auch eine großflächige Verlegung mit geringem Fugenanteil ist möglich. Nachteilig ist jedoch, dass Gips leicht Wasser aufnimmt und keiner dauerhaften Feuchtigkeit ausgesetzt werden darf. Daher sind Calciumsulfatestriche für Feuchträume wie Badezimmer ungeeignet. Folglich kann dieser Estrich nicht für den Außenbereich verwendet werden.

Gussasphaltestrich

Das Bindemittel von Gussasphaltestrich ist Bitumen. Diese Estrichart besteht neben Bitumen aus Steinmehl, Sand und Splitt. Das Gemisch wird auf 230 °C erhitzt und dadurch gieß- und streichbar. Gussasphaltestrich hat eine sehr geringe Trocknungszeit und ist bereits nach einem Tag belegfertig. Bevor jedoch elastische Bodenbeläge wie Linoleum aufgebracht werden können, muss eine Entkopplung bzw. Sperrschicht erstellt werden, da es ansonsten zu chemischen Reaktionen kommen kann. Gussasphaltestrich kann fugenlos verlegt werden und ist für Nassräume und den Außenbereich geeignet. Aufgrund seiner geringen Wärmeleitfähigkeit und trittschalldämmenden Eigenschaft muss keine zusätzliche Dämmung verbaut werden. Wenn Sie sich für die Verlegung dieses Estrichs entscheiden, müssen Sie jedoch mit hohen Anschaffungskosten rechnen.

 

Magnesiaestrich

Die Benennung „Magnesiaestrich“ leitet sich vom Bindemittel Magnesia ab. Diese Estrichart wird hauptsächlich bei der Sanierung von Altbauten und bei ökologischen Bauweisen verwendet. Magnesia wird in Verbindung mit Magnesiumchlorid zu einer zementartigen Masse, der oft Holzmehl und Holzstückchen beigemischt werden. Das Gemisch muss schnellstmöglich verlegt werden, wobei die Raumtemperatur nie unter 10°C fallen darf. Der Estrich kann nach ca. 2 Tagen betreten und nach ca. 3 Wochen mit Bodenbelägen ausgestattet werden. Ein großer Nachteil besteht in der Feuchtigkeitsempfindlichkeit dieses Estrichs. Jedoch kann Magnesiaestrich als große Fläche fugenfrei verlegt werden. Zudem zeichnet er sich durch seine Leichtigkeit aus.

Kunstharzestrich

Als Bindemittel dient beim Kunstharzestrich ein synthetisches Harz wie Polyurethan. Dieser Estrich muss fest mit dem Untergrund verbunden und speziell für den jeweiligen Bestimmungsort angefertigt werden. Er lässt sich nahezu fugenlos verlegen und ist unempfindlich gegen Nässe. Darüber hinaus härtet Kunstharzestrich schnell aus und ist extrem frostbeständig und stabil. Trotz der zahlreichen Vorteile wird der Kunstharzestrich sehr selten eingebaut, weil er äußerst aufwendig zu verlegen und kostenintensiv ist. Nur wenn sehr geringe Trocknungszeiten oder eine große Belastbarkeit benötigt wird, kommt der Kunstharzestrich zum Einsatz.

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Welche Konstruktionsarten gibt es bei Estrichen?

 

Verbundestrich

Verbundestrich wird direkt auf den Rohbeton verlegt und ist fest mit diesem verbunden. Dadurch hat er den Vorteil, dass er hohen Belastungen standhält und einfach aufzutragen ist. Häufig wird der Verbundestrich im Keller oder der Garage als Sichtestrich verlegt, wodurch kein zusätzlicher Bodenbelag mehr benötigt wird. Jedoch ist die Untergrundvorbereitung schwierig, da es zu Hohllagen kommen kann. Zudem kann bei Verbundestrichen keine wärme- oder schalldämmende Zwischenschicht eingebaut werden, weswegen er weniger für den Wohnbereich geeignet ist.

Estrich auf einer Trennschicht

Estrich auf Trennschicht (auch „gleitender Estrich“ genannt) wird vornehmlich eingesetzt, wo keine Wärme- oder Schallisolierung notwendig ist. Er wird so bezeichnet, weil zwischen dem Untergrund und Estrich eine dünne Zwischenschicht eingebaut wird, die eine direkte Verbindung zwischen den Bauteilen zulässt. Die Trennschicht besteht häufig aus Polyethylen, die ein ungehindertes Gleiten des Estrichs gewährleisten soll. Um den Boden vor Feuchtigkeit zu schützen, enthält die Zwischenschicht eine Abdichtung.

Estrich auf einer Dämmschicht

Vor allem im Wohnbereich Ihres Hauses ist es wichtig, dass eine Trittschall- und Wärmedämmung in den Boden integriert wird. Das wird durch den „Estrich auf einer Dämmschicht“ bzw. „schwimmenden Estrich“ möglich. Bei diesem Konstruktionsverfahren wird der Estrich durch eine Dämmschicht vom Untergrund getrennt, damit er keinen Kontakt zu diesem hat. Auch die anderen angrenzenden Bauteile wie die Seitenwände werden mithilfe elastischer Dämmstreifen nicht berührt. Dadurch werden Schall- und Dämmbrücken verhindert. Zu den schwimmenden Estrichen zählen die Heizestriche, die für gewöhnlich auf einer Dämmschicht verlegt werden müssen.

Welcher Estrich eignet sich für eine Fußbodenheizung?

Die Fußbodenheizung trägt zu einem komfortablen Raumklima bei. Umso wichtiger ist es, dass allle Faktoren aufeinander abgestimmt werden.

Wenn Sie eine Fußbodenheizung in Ihrem Haus verbauen möchten, ist die Wahl des richtigen Estrichs wichtig. Es gibt spezielle Heizestriche, die häufig schwimmend verlegt werden. Dabei bezieht sich die Benennung dieses Estrichs nicht primär auf das Material, sondern auf den Verwendungszweck. Dem Heizestrich werden aber spezielle Zusatzmittel beigefügt, wodurch sie zu Heizestrichen werden.

Vor allem Gussasphaltestrich besitzt die Eigenschaft leicht Wärme zu leiten und großen Spannungen zu trotzen. Aber auch Fließestrich bietet sich aufgrund der optimalen Heizrohrumschließung und der außerordentlich guten Wärmeleitfähigkeit als geeigneter Heizestrich an. Heizestriche müssen die Wärme der Heizrohre schnell aufnehmen und an den Bodenbelag abgeben. Hierdurch zeichnet sich ein energiesparender Heizestrich aus. Ihre Fußbodenheizung kann jedoch nicht nur unter den genannten Nass-Systemen, sondern auch unter Trockenestrich verlegt werden. (Bild: © thinkstock)

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